Erstaunliche Dinge, die Katzen über uns Menschen denken

Erstaunliche Dinge,
die Katzen über uns Menschen denken

von Sain Abedin - 21. Sep 2020

Katzenmamas und -papas lieben ihre Stubentiger wie ein eigenes Kind und in der Regel behandeln sie sie auch genau so. Doch wie sieht es umgekehrt aus? Hast du dich schonmal gefragt wie deine Katze über dich denkt? Wie sie uns sehen oder was für Namen sie uns geben würden? Sind wir "nur" die Dosenöffner, haarlosen Riesenkatzen oder vielleicht doch so etwas wie Ersatzeltern? Wir werden versuchen Licht ins Dunkel zu bringen und erzählen dir in diesem Artikel ein Bisschen darüber, wie Katzen uns (als Versorger und Bezugsperson) wahrnehmen.

Artgenosse oder nicht?

Sieht unser Haustiger uns als einen Artgenossen oder nicht? Zwar können wir nicht in die Köpfe unserer Fellnasen schauen, doch anhand ihres Umgangs mit uns Menschen, lässt sich viel ablesen. So haben Verhaltensforscher herausgefunden, dass Katzen genauso mit uns umgehen, wie sie es mit ihren Artgenossen tun. Sie putzen uns, heben ihre Schwänze und reiben sich an uns, wie sie es bei anderen Katzen tun. Dies ist nicht selbstverständlich. Hunde sehen ihren Besitzer beispielsweise als ein "anderes Tier" und passen ihr Verhalten dementsprechend an.

Rangordnung

Da wir von unseren Fellnasen wohl als "große Katzen" gesehen werden, eröffnet sich die Frage nach unserem Rang in der Katzenhierarchie. Auch hier ist die Lage bei Hunden deutlich einfacher, sie haben klar erkennbare Verhaltensweisen für Dominanz und Unterwerfung, wie das hinlegen (Unterwerfung). Doch auch bei Katzen gibt es Anzeichen dafür, welche Stellung wir haben. Katzen schleichen um unsere Beine und reiben sich an uns. Dies ist ein Zeichen der Zuneigung und Anerkennung und ein Zeichen, dass sie unterwürfigen Katzen nicht zeigen. Daraus lässt sich schließen, dass wir für unsere Fellnasen mindestens als ebenbürtig betrachtet werden. Genaueres bedarf leider noch weiterer Forschung.

Fremde Menschen

Katzen teilen Nicht-Katzen gerne in eine von zwei Kategorien ein, Beute oder Fressfeind. Menschen können diesen Kategorien ebenfalls zugeordnet werden, doch ist dies im Falle einer Hauskatze nicht üblich. Wenn Katzen in ihrem ersten Lebensjahr mit Menschen in Kontakt geraten, ordnen sie uns für gewöhnlich einer dritten Kategorie zu "neutral". Ihr Auftreten uns gegenüber hängt dann tatsächlich von unserem Verhalten ab.
Dies ist übrigens das beste Alter, um Katzen an ein friedliches Zusammenleben mit Hunden zu gewöhnen. Mit zunehmendem Alter wird der Versuch Katze und Hund unter einem Dach zu vereinen immer schwerer.

Zusammenfassung

Im Grunde sind wir "große haarlose (und ungeschickte) Katzen". Es bleibt jedoch zu beachten, dass dieses Gebiet noch wenig erforscht ist und weitere Erkenntnisse die heutigen möglicherweise sogar auf den Kopf stellen könnten. Eines ist aber sicher: Wer sein vierbeiniges Familienmitglied gut behandelt, dem wird es alle Liebe zurückgeben und das wissen wir Katzenmamas und -papas auch ohne empirische Forschung.

Ein abschließender Tipp für die Erziehung:
Achte darauf, dass dein Haustiger nicht merkt wer sie bestraft, denn Katzen sind in der Lage einzelne Menschen voneinander zu unterscheiden und sie sind sehr nachtragend.

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