Die 10 größten Gefahrenquellen für deine Katze im Haushalt

Die 10 größten Gefahrenquellen im haushalt

Mache deinen haushalt sicher für deine katze

von Sain Abedin - 23. Sep 2020

Das eigene Zuhause ist ein Ort, an dem man sich sicher und geborgen fühlt. Für uns mag das stimmen, jedoch begeben sich unsere Fellnasen öfter in Gefahr, als uns das bewusst oder auch lieb ist. Da Katzen von Natur aus furchtbar neugierig sind, lauern im Haus viele Gefahren, die ihnen zum Verhängnis werden können. Gerade Katzenjunge, die deutlich aktiver sind, begeben sich durch ihre Neugierde besonders oft in Gefahr.
Damit es ihnen gut geht, liegt es an 
Dir, mögliche Bedrohungen zu erkennen und zu beseitigen. Im Folgenden nennen wir die häufigsten Gefahrenquellen im Haushalt und zeigen Möglichkeiten auf, wie Du diese beseitigen kannst.

GEFAHREN DIE IN allen HAUSHALTen ZU FINDEN SIND

Die größten Gefahren sind diejenigen,  die in jedem typischen Haushalt lauern. Wir alle sollten sie kennen und wissen wie sie zu beseitigen sind. Deshalb an erster Stelle, unsere 6 Riskioherde, die man in jedem Katzenzuhause findet.

Türen

Eine oft unterschätzte Gefahrenquelle - Türen. Gerade wenn man lüftet, kann der Durchzug für einen schlagartigen Stoß sorgen. Sollte eine Katze die Tür in diesem Moment passieren, sind die Folgen schwer. Selbst wenn die Fellnase nicht in der Tür steht, wird sie sich zumindest erschrecken. Ein einfacher Türstopper oder Keil kann hier Abhilfe schaffen.

Fenster & Balkone

Gekippte Fenster:
Katzen besitzen, anders als wir Menschen, keine Schlüsselbeine. Sie können ihren Körper daher durch Öffnungen quetschen, die gerade einmal so groß sind wie ihr Kopf. Aus diesem Grund kommen sie durch winzige Fensterschlitze. Allerdings können sie dabei hängen bleiben und sich schwere Verletzungen zuziehen, da das Fenster spitz zuläuft. In einigen Fällen endete dies schon tödlich. Es gibt für physische Schäden durch gekippte Fenster nicht umsonst sogar einen eigenen Begriff, nämlich das "Kippfenster-Syndrom".

Bitte lüfte also nur mit einem gekippten Fenster, wenn Deine Vierbeiner nicht in die Nähe des Fensters können und auf keinen Fall, wenn sie alleine Zuhause sind. Alternativ bekommt man im Fachhandel einen sogenannten „Kippfensterschutz“ für Katzen, was eine mehr als sinnvolle Investition ist.

Offene Fenster & Balkone:

Kommen die ersten Sonnenstrahlen heraus, gibt es keinen schöneren Ort für unsere Stubentiger, als den Balkon. Gerade, wenn sie ausschließlich in der Wohnung leben. Auch wenn sie den Balanceakt beherrschen und wahre Gleichgewichtskünstler sind, können auch sie Fehler machen oder abrutschen, was nicht selten übel enden kann.

Ein Katzen-Netz kann vor gefährlichen Stürzen vom Balkon oder aus Fenstern schützen. Im Internet und im Fachhandel findest Du zahlreiche Netze. Häufig gibt es diese auch in transparent, sodass sie kaum auffallen.

Herdplatten

Heiße Herdplatten solltest Du niemals unbeaufsichtigt lassen. neugierige Stubentiger können sich hier ordentlich die Pfötchen verbrennen. Natürlich sollte die Küchen-Arbeitsfläche sowieso absolutes Tabu sein, nicht nur wegen dem Herd, sondern auch wegen der vielen scharfen Gegenstände. Sei also konsequent und setz deine Katze jedes mal runter, wenn sie auf die Arbeitsfläche springt. Hier darf es keine Ausnahmen geben!

Waschmaschine und Trockner

Für viele Mietzen sind Waschmaschine und Wäschetrockner der optimale Schlafplatz. Dort ist es warm und eng, wie in einer Höhle. Im besten Fall sogar noch voller weicher Wäsche, die nach Dir riecht. Dabei sollten Waschmaschine und Trockner für Katzen als Schlafplatz generell tabu sein.

Schaue bitte vor dem Anstellen dieser Haushaltsmaschinen trotzdem immer nach, ob ich nicht gerade zufällig jemand ein Nickerchen darin macht. Am besten, Du scheuchst deinen Stubentiger immer sofort raus, wenn Du ihn in einer der Maschinen erwischst, damit er sich gar nicht erst daran gewöhnt.

Pflanzen

Besonders in jungen Jahren, aber auch im Alter, knabbern Katzen an allem herum. Am liebsten knabbern sie aber Pflanzen an. Leider gibt es viele Zimmerpflanzen, die für sie pures Gift sind. In >> diesem Artikel << findest Du eine Auflistung der beliebtesten Zimmerpflanzen, die Katzen schaden. Weiterhin sind fast alle Pflanzen, die man kaufen kann, mit sehr vielen Pestiziden und sonstigen Chemikalien behandelt, die für Katzen wie Menschen nicht wirklich gut sind. Am besten ist, Du kaufst Dir unbehandelte Pflanzensamen und ziehst Deine Pflanzen und Blumen selbst groß. Bitte halte auch Gießkannen mit Dünger im Wasser und auch Blumenuntersetzer, in denen sich Dünger-belastetes Wasser sammeln könnte von den Fellnasen fern.
Mit ein wenig Geduld kannst Du Deiner Katze auch mit Clicker-Training beibringen, nur an den für sie bestimmten Pflanzen (zum Beispiel Katzengras) herum zu kauen.

Pssst... Willst Du Deiner Katze mal was richtig Gutes tun? Dann probier doch mal unser Katzengras-Set mit wertvoller Kokoserde!

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Kabel

Alles Seil- oder Bindfadenähnliche kann zu einer Gefahr für die Fellnasen werden, in der sie hängenbleiben oder sich verheddern. In Panik können sich die Fellnasen dann verletzen.

Lasse Schlaufen an Rollos, Kabel, Lichterketten am Weihnachtsbaum oder Ähnliches niemals so herumhängen, dass die Vierbeiner mit Leichtigkeit herankommen. Kabel die Strom führen sind zusätzlich gefährlich, falls die Stubentiger daran knabbern. Eigentlich machen dies zwar die wenigsten Katzen, aber Ausnahmen bestätigen immer die Regel, also solltest Du Kabel am besten so verlegen, dass sie für die Fellnasen nicht zugänglich sind.

Gefahren durch herumliegende Gegenstände

Neben den Gefahren die fest in unsere Wohnungen integriert sind, gibt es auch Gefahren, die wir selbst schaffen, durch liegen oder offen stehen lassen von Haushaltsgegenständen. Sie werden besonders gerne übersehen, doch nicht von unseren Katzen. Im Folgenden nun die "Spielsachen" unserer Vierbeiner, von denen sie die Pfoten lassen sollten.

Plastiktüten

Herumliegende Plastiktüten üben einen großen Reiz auf Katzen aus. Sie knistern wunderbar, sind geheimnisvoll und man kann hineinkriechen, um sich zu verstecken. Spätestens da besteht jedoch größte Erstickungsgefahr. Unbeaufsichtigt passiert es schnell, dass sich ein neugieriger Tiger an den Griffen der Tüte stranguliert. Manchmal schlüpfen sie auch nur mit dem Kopf durch die Schlaufe und rennen, mit der Tüte um den Hals, panisch durch die Wohnung. Die Katze bekommt das Gefühl von der Tüte verfolgt zu werden, was sie traumatisieren oder aus Angst gegen andere Gegenstände laufen lassen kann. Bewahre Plastiktüten deshalb immer außerhalb der Reichweite von Katzen auf.

Medikamente

Dass man seinen Katzen keine Medikamente für Menschen geben sollte, versteht sich von selbst. Das gilt für Schmerzmittel genauso wie für Salben. Die Gefahr liegt jedoch darin, dass wir Medikamente nehmen und sie vergessen wegzuschließen. Tabletten rutschen wunderbar über den Boden und werden deshalb von Haustigern gerne als Beute oder Spielzeug betrachtet. Achte deshalb darauf niemals Medikamente herumliegen zu lassen.
Falls es doch passieren sollte, dass Deine Fellnase ein Medikament verschluckt, kontaktiere bitte umgehend den Tierarzt und bewahre die Verpackung für ihn auf. Im Falle von Durchfall oder Erbrechen unbedingt eine Probe für den Tierarzt mitnehmen.

Reinigungsmittel

Wieder ist es die Neugier, die uns das Leben schwer macht. Bei Reinigungsmitteln gilt dasselbe wie für Medikamente: Immer an einem sicheren Ort aufbewahren! Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du weniger aggressive Reiniger, im Bestfall auf Bio-Basis benutzen. Das schützt nicht nur deine Katze, sondern auch die Umwelt.

Insektenköder

Köder und Gifte gegen bestimmte Schädlinge solltest Du so einsetzen, dass sie für Fellnasen nicht erreichbar sind. Noch besser ist es, wenn Du komplett  auf natürliche Mittel setzt, zum Beispiel Backpulver oder Kaffeesatz gegen Ameisen.

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